Call the midwife – Ruf des Lebens

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In den letzten Tagen überlege ich vermehrt, unter welchen Bedingungen wohl heutzutage Serien von Fernsehsendern und Online Diensten in Auftrag gegeben werden, oder eben nicht.

Nachdem es eine Welle von Sendungen und Serien im Science-Fiction Bereich gab (das waren noch Zeiten) wurde dann eher die Betrachtung der Geschichte interessant. Unglücklicherweise beharken dann aber auch gleich mehrere Serien das gleiche Geschehen und man kann sich neben „Vikings“ und „The Lost Kingdom“ noch mindestens eine weitere Serie zum Thema Wikinger anschauen.

Bis auch hier das Interesse so gut wie ausgemerzt ist, da sich die Damen und Herren unglücklicherweise größtenteils alle gegeneinander dezimieren.

Nachdem dann das Mittelalter mit einigen Serien zu den großen und bedeutenden Königinnen aufwartete waren wir dann erstaunlich schnell wieder beim Drama in und um die Straßen Londons. Ich bin einmal so frei und schmeiße Crime und Drama in eine Schublade.

Die für mich interessanteste Serie, welche ich in den letzten Monaten gesehen habe, war mit Abstand die „Drama-Serie“ „Call the Midwife“. Obwohl ich mich anfangs nicht grade wohl mit dem Thema fühlte. Eine Sendung über Hebammen im London der sechziger Jahre.

Doch anders als so viele andere Produktionen kommt die Serie nicht mit einem lauten und gewaltigen „Trara“ daher, sondern gönnt sich selbst erst einmal so etwas wie eine Einführung. Die Erzählerin und in den ersten Staffeln auch „mitspielende“ Hauptprotagonistin „Jenny“ ist mit den Zuschauern grade erst im Nonnatus Haus eingetroffen und wir haben Zeit mit Ihr das Londoner East End kennen zu lernen und zu erkunden.

Auch die damalige Rolle der Kirche und eines Klosters wird gründlich in Augenschein genommen und erlaubt selbst den Zuschauern sich ein Bild der Arbeit der Schwestern zu machen. „Jenny“, sie erinnern sich vielleicht an die Hauptprotagonisten, verlässt irgendwann das Nonnatus Haus, da sie etwas anderes lernen möchte, aber durch ihre Verbindung in das Haus, findet die Serie ihren Weg durch die Jahre im East End.

Die Serie ist teils herzzerreißend, dramatisch, komisch und lustig. Sie erzählt von Schicksalsschlägen und damaliger aktueller Londoner Stadtpolitik, von medizinischen Neuerungen aber auch von medizinischen Katastrophen.

Die Serie zeichnet gekonnt ein Bild der sechziger und siebziger Jahre mit all seinen höhen und tiefen und ist damit kein billiger Abklatsch, sondern ein Historisches Unikat.

 

Prädikat: besonders sehenswert 😉

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